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Bernd Beigl, Augsburg, Preisträger 2007

Keine Problemlösungsorientierung: Behörde reorganisiert

Bernd Beigl
Bernd Beigl - Preisträger 2007

 Der gelernte Bankkaufmann Bernd Beigl wollte die erste Fahrrad-Rikscha Augsburgs ins Rollen bringen. Dafür hatte er sich im Mai 2004 erstmals höflich um eine Ausnahmegenehmigung bei der Straßenverkehrsbehörde Augsburg beworben.

Sukzessive erfüllte Beigl die von der Straßenverkehrsbehörde gestellten Bedingungen für den Betrieb seines Velo-Taxi-Dienstes. Bis zum September 2006 zog sich Bernd Beigls Bemühung um Genehmigung hin. Erst durch die Intervention des Oberbürgermeisters, den Bernd Beigl mit seinem Velotaxi zu einem Fest kutschierte, erhielt der junge Unternehmer finalen Bescheid von der Augsburger Straßenverkehrsbehörde: Er brauche keine Genehmigung. Eine Fahrrad-Rikscha sei eben doch kein Fahrrad. Als Reaktion auf den Fall Bernd Beigl hat der Oberbürgermeister zum 1. Oktober 2007 die Auflösung der Straßenverkehrsbehörde und deren Eingliederung in das Tiefbauamt veranlasst.

„Der Fall Beigl hat gezeigt, dass selbst einfache Sachverhalte zu Fallstricken werden können, wenn die Verwaltung ihre Spielräume zugunsten von Unternehmern nicht nutzt“, erläuterte Till Bartelt, Vorstand der Werner Bonhoff Stiftung die Entscheidung für den Preisträger anlässlich einer Pressekonferenz im Hotel Maritim pro Arte am 18. April 2007. Dort stellte der Forschungsleiter Prof. Lutz Haegert von der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin auch weitere Forschungsergebnisse aus dem Bewerbungsjahr 2006 vor.

Nach der Preisverleihung am 18. April 2007 in der Staatsoper Unter den Linden berichtete die Augsburger Allgemeine in ihrer Ausgabe vom 20. April, die eigenständige Straßenverkehrsbehörde werde aufgelöst und in das Tiefbauamt eingegliedert. Bernd Beigls Fall sei nur der bekannte „Tropfen gewesen, der das Fass zum Überlaufen brachte“.

Stand der Falldarstellung: 04/2007

Lesen Sie hier eine Auswahl der Presse-Berichterstattung:

Augsburger Allgemeine: 100 000-Euro-Preis für Rikscha-Fahrer vom 19.04.2007

Augsburger Allgemeine:  Auch für Kirchner ein Schildbürgerstreich vom 20.04.2007  

Berliner Zeitung: 100 000 Euro für Rikschafahrer vom 19.04.2007 

Süddeutsche Zeitung: 100 000 Euro für Fahrradtaxler vom 20.04.2007

 

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