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Adrian Phillipp & Johannes Wetzel, BaföG 2go, Karlsruhe

Jung-Unternehmer vereinfachen BAföG-Antragstellung mit „BAföG 2go“

600.000 Studierende stellen in Deutschland jährlich einen Antrag auf finanzielle Ausbildungsförderung nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz, kurz BAföG genannt. Hauptziel einer Förderung nach dem BAföG ist die Erhöhung der Chancengleichheit für Studierende aus einkommensschwächeren Familien mit Studierenden aus einkommensstarken Elternhäusern. Die Hälfte des Geldes, die ein Studierender an Förderung nach dem BAföG bekommt, muss er später zurückzahlen, die andere Hälfte nicht. Um BAföG zu erhalten muss der Studierende es beantragen - und zwar jedes Jahr neu.

Zwar bieten einige Studentenwerke ein Online-Formular an, welches die Antragsstellung vereinfachen soll. „Mit dem waren wir aber nicht zufrieden“, sagt Adrian Philipp (25), der sein Informatikstudium in Karlsruhe bereits erfolgreich abgeschlossen hat. Gemeinsam mit Johannes Wetzel (26), einem ebenfalls studierten Informatiker, entwickelte er deshalb den Online-Service „BAföG 2go“.

Personalisierter Fragenkatalog mit verständlichen Erläuterungen statt Standardformulare mit „Fachchinesisch“

Die klassische Antragsstellung ist geprägt durch Fachchinesisch, unklare Bestimmungen und Erläuterungen sowie sich jährlich wiederholende Angaben. Oft ist Studenten schon unklar, welche Formblätter für sie überhaupt relevant sind und welche Daten in die einzelnen Felder eingetragen werden müssen“, erklärt Adrian Philipp, „Und genau da setzt unser Assistent an. Studenten werden von unserem Assistenten durch einen reduzierten Fragenkatalog geführt und müssen nur die für ihre persönliche Situation relevanten Informationen eingeben. So werden sie gar nicht mehr mit Formularen konfrontiert und müssen daher auch Formularfelder nicht mehr einzeln durchgehen, die für ihren Fall gar nicht relevant sind, wie das z.B. bei den Online-Formularen des Studentenwerks der Fall ist.“

Uns störte bei der klassischen Antragsstellung außerdem die Sprache. Die Erklärungen und Anmerkungen zu den einzelnen Formularfeldern waren nur schwer verständlich“, so Philipp, „es war sehr schwierig, die Bürokratensprache in den Gesetzen auf eine allgemeinverständliche Sprache herunter zu brechen. Aber genau das war unser Ziel und das haben wir auch erreicht.“

„Einen Antrag auszufüllen dauert mit "BAföG 2go" nur 15 Minuten“

Sechs Monate haben wir von der Idee bis zur Umsetzung gebraucht. Das Portal wird gut genutzt“, freut sich Herr Philipp, “wir sind im Juni 2012 online gegangen und es wurden innerhalb der ersten drei Monate bereits über 100 Anträge auf unserer Seite ausgefüllt. Durch den personalisierten Fragenkatalog und die umfangreiche Unterstützung bei der Dateneingabe ist die Antragstellung mit BAföG 2go in nur 15 Minuten kostengünstig möglich. Dabei erhalten unsere Kunden nicht nur den ausgefüllten BAföG-Antrag, sondern zusätzlich ein Anschreiben an das Studentenwerk, sowie einer persönlichen ToDo-Liste in der alle weiteren Schritte vermerkt sind. Das Beste daran: Einmal eingegebene Daten lassen sich im nächsten Jahr wiederverwenden, so läst sich ein Folgeantrag mit wenigen Klicks automatisch erstellen.“

Der Service ist unter www.bafoeg2go.de erreichbar und kann, außer in Bayern, wo die Gesetzeslage von den anderen Bundesländern stark abweicht, deutschlandweit genutzt werden.

Stand der Falldarstellung: 12/2012

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Re: Meldung von Adrian Phillip & Johannes Wetzel, Karlsruhe
Reply #5 on : Sat December 22, 2012, 01:57:11
Das ist toll! Diese staatlichen Institutionen brauchen dringend Konkurrenz!!!
Frogking
Wer für wen?
Reply #4 on : Tue January 22, 2013, 10:22:35
Wenn bei der Gestaltung von Formularen und Antragswegen der Bürger aus dem Blick gerät, dann ist es SUPER, wenn einige die Initiative ergreifen und zeigen, wie es besser geht!