Gerhard Delfs, GDSB, Hamburg

Kaum Chancen auf Fördergelder für Kleinunternehmer

Ein Hamburger Softwareentwickler von Lösungen für die Transportbranche benötigte Fördergelder. Obwohl es derzeit zahlreiche Programme zur Wirtschaftsförderung in Deutschland gibt, war für den Kleinstunternehmer kein passendes dabei. Allerdings schien ihm diese Auskunft niemand geben zu können. So beantragte er staatliche Fördermittel für verschiedene Projekte. Er schrieb Businesspläne, füllte Formulare aus, traf sich mit Bankern, doch sowohl Fördergelder als auch Darlehen wurden ihm verwehrt. Allein die Überprüfung des Projektes durch die Hausbank nahm zwei Jahre in Anspruch. Abgelehnt wurde sein Antrag mit der Begründung, seine Bilanzen seien schlecht. Der Unternehmer hat jedoch seit 20 Jahren ausgeglichene Konten, sagt er. Seinen Eindruck, dass Kleinstunternehmer trotz vorhandener Töpfe kaum Chancen auf Fördergelder haben, schilderte der Mann in einem Brief auch dem Bundeskanzleramt. Das, so die Antwort des Sachbearbeiters laut Unternehmer, wisse von dem Problem, der Gesetzgeber könne daran aber nichts ändern. Der Hamburger finanzierte seine Projekte durch Eigenmittel, was viel Zeit in Anspruch genommen habe und damit wettbewerbsschädlich sei. Den Aufwand, der vermutlich nötig wäre, um Fördergelder zu erhalten, kann er als Kleinunternehmer nicht betreiben, so sein Resümee.  

Stand der Falldarstellung: 03/2010

 

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