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Meldung 1305

Folgen eines Antrags auf Zweckentfremdung von Wohnraum

Ein Steuerberater übte seine Tätigkeit im Obergeschoss eines Einfamilienhauses aus, das seiner Ehefrau gehörte. Ihm wurde die Zweckentfremdung von 45 qm im Untergeschoss genehmigt. Als er für weitere 55 qm Wohnraum im Untergeschoss eine freiberufliche Nutzung für seine Praxis beantragte, wurde ihm dies nicht nur verwehrt, sondern auch die bereits erfolgte Genehmigung für eine berufliche Nutzung des Raumes mit 45 qm wieder zurückgenommen.

Um die Genehmigung zu erlangen bzw. wieder zu erlangen, führte er auf einem ihm gehörenden, mit einem Einfamilienhaus bebauten Grundstück einen Anbau im Umfang von 210 qm auf und gestaltete das Einfamilienhaus im Zuge des Anbaus zu einem Zweifamilienhaus um. In dem Zweifamilienhaus bezog er dann mit seiner Familie die durch den Anbau geschaffene zweite Wohnung. Mit dem neugeschaffenen Wohnraum erfüllte er die Bedingung für die Zweckentfremdung des Wohnraums auf dem Grundstück seiner Frau. Dem Gesetz war Genüge getan, seinen Zweck hatte es jedoch nicht erfüllt. Die Schaffung von neuem Wohnraum als Bedingung für die Zweckentfremdung von Wohnraum führt nicht notwendiger Weise zu einer Erhöhung des Wohnraumangebots auf dem Wohnungsmarkt.

Stand der Falldarstellung: 2005

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