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Meldung von Franz Dullinger

XperRegio - Fördergelder für Unternehmensgründung und -entwicklung

Von EU, Bund und Ländern laufen sehr viele Programme zur Regional- und Wirtschaftsförderung in Deutschland. Die Verteilung öffentlicher Mittel ist selbstverständlich an strenge Regeln gebunden. Durch die Vielzahl der eingeschalteten Behörden und Institutionen in den Kaskaden von Brüssel über die Länder in die Regionen ist ein Dickicht an Regelungen entstanden, das selbst intime Kenner nicht mehr vollständig durchblicken.

 

Herr Dullinger hat dazu eine Theorie:

Die Angst der Beamten, Fehler zu machen, führt zu übertriebenen Kontrollen. Die jeweils nächste Kontrollstufe wird als Rechtfertigung dafür herangezogen. Am Ende wird die Verantwortung "dem schuldigen Bürokratietreiber" in Brüssel zugeschoben. Dies hat in den letzten Jahren dazu geführt, dass nicht mehr die wirklich innovativen Unternehmer mit den besten Projekten gesucht und gefördert wurden, sondern Maßnahmen, die gut in das Verwaltungssystem passen. Die sogenannte Strategie von Lissabon, wonach Europa zur wettbewerbsfähigsten Region der Welt werden sollte, ist nicht zuletzt daran gescheitert. In ländlichen Regionen sind rund 95 Prozent der Unternehmen als kleine Unternehmen einzustufen. Sie sind bis jetzt meist gänzlich durchs Raster gefallen.  Die kommunale Ebene, die noch am ehesten Beziehungen zu den unternehmerischen Menschen pflegt, hatte bisher keine Gestaltungsmöglichkeiten und keine Entscheidungskompetenz.

 

Um Fördermittel effektiver zu den unternehmerischen Menschen mit den besten Projekten zu bringen, kam Franz Dullinger auf eine geniale Idee. Im Jahr 2003 gründete er gemeinsam mit sieben Kommunen als Partner eine eigenständige Regionalinitiative für mehr Entrepreneurship und Arbeitsplätze. Daraus wurde das europäische Modellprojekt "XperRegio" (von Experten und Region). Die Europäische Kommission hat dieses Projekt als Modell für regionale Entwicklung ausgewählt und erstmalig die kommunale Ebene mit der Kompetenz ausgestattet, EU-Mittel eigenverantwortlich zur Unternehmensförderung einzusetzen. Die EU-Kommission wertete die Initiative als Modell zur Mobilisierung von Innovationspotenzial auf dem flachen Land und stellte 3 Mio. Euro EU-Mittel zur unbürokratischen, eigenverantwortlichen Verwendung zur Verfügung.

Ganze Ebenen von Behörden - und somit Bürokratie - wurden einfach übersprungen. Franz Dullinger sagt:

"170 Projekte wurden umgesetzt, wodurch in drei Jahren 400 neue Arbeitsplätze entstanden sind. Eine Investition von weniger als 10.000 EUR für einen neuen Arbeitsplatz."

 

Laut "XperRegio" hat das Projekt 2003 mit sieben Kommunen mit etwa 50.000 Einwohnern begonnen, im Jahr 2006 waren es schon 22 Kommunen mit etwa 120.000 Einwohnern.

 

Haben Sie Ähnliches erlebt oder ganz Anderes? Dann schildern Sie es kurz. Dabei hilft unser Kurzfragebogen mit 3 Fragen.

 

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